Meine Erfahrung in Kapstadt mit einer unzuverlässigen Maklerin!

Anfang 2000 haben wir mit dem Gedanken gespielt nach Südafrika, bzw. Kapstadt auszuwandern. Dazu bin ich für einen Monat ohne Familie nach Kapstadt geflogen, um mir mit Gerlinde Moser, einer österreichischen Maklerin der Firma Remax, einige Immobilien anzuschauen. Frau Moser, eine aus meiner Sicht etwas ältere "Dame", ich war zu der Zeit Anfang 40zig, spielte so den mütterlichen, verlässlichen Typ. Leider bin ich darauf hereingefallen, was mich später einiges kosten sollte. Nachdem wir einige Tage uns recht viele Immobilien in Kapstadt und Umgebung angesehen hatten, entschied ich mich dazu mehrere Wohnungen zu kaufen. Der südafrikanische Rand war zu der Zeit gegenüber der DM recht schwach, sah aber Charttechnisch so aus, als solle er sich in den kommenden Jahren erholen. Es lagen wirklich tolle Immobilien auf dem Markt, vor allem die Villen mit Meerblick die Küste lang und das Angebot war sehr groß. Hinter dem Tafelberg in Constantia, sah es wie bei uns in den Weinanbaugebieten aus. Tolle Villen mit 3000 – 5000 qm großen Grundstücken, die wie ein Botanischer Garten angelegt waren, teilweise mit eigenem Tennisplatz und oft mit Pool. Ich kaufte mir eine Penthaus Loft direkt im Zentrum von Kapstadt. Das Gebäude nannte sich Manhattan Place, auf der Vorderseite zur Buitengracht Street befand sich ein Hotel, im hinteren Teil in den höheren Etagen zur Wale und Bree Street befanden sich die Lofts. Meine Penthaus Loft lag oberhalb vom Hotel, Ecke Buitengracht und Wale Street. Die Zimmer gingen über 3 Etagen, mit Balkon und Kamin und einer Außentreppe über das Dach ganz nach oben auf das Gebäude. Dort gab es noch ein größeres Zimmer mit Terrasse und einem Whirlpool mit großartigem Rundumblick auf Kapstadt. Die zweite Wohnung lag in Seapoint, in der Norfolk Road 4. Mit tollem Blick auf den Tafelberg und nur ein paar Meter von der Uferpromenade. Beim Kauf der Wohnungen lief noch alles soweit gut, aber bei der Vermietung gab es extreme Probleme. Frau Moser wollte sich um die Vermietung kümmern und regelmäßig die Schecks bei den Mietern abholen. In der Penthaus Loft im Zentrum habe ich die Mieterin vom Verkäufer, auf Empfehlung von Frau G. Moser übernommen, angeblich eine Mitarbeiterin vom Fernsehen. Frau Moser versicherte mir auch regelmäßig am Telefon, wenn ich aus Deutschland anrief, es sei alles okay, sie hätte die Schecks schon vom ganzen Jahr. Letztendlich stellte sich aber heraus, dass dies nicht der Wahrheit entsprach. Sie hatte keine Schecks und die Mieterin ist heimlich ausgezogen und hat sich in eine andere Wohnung in Kapstadt eingemietet. Ich musste nun mit Polizei, Anwalt und Gerichtsvollzieher die säumige Mieterin suchen lassen, mit den entsprechenden Kosten. Man hat sie dann auch nach einiger Zeit gefunden und ihr mit der Abnahme des Reisepass gedroht, falls sie nicht zahlen sollte. Sie bezahlte dann nur die Hälfte der Jahresmiete, die dann komplett für die ganzen Kosten drauf ging. Es ist wirklich sehr schwierig im Ausland jemanden zu finden, auf den man sich wirklich verlassen kann, wenn man nicht selber vor Ort wohnt und sich um alles kümmern kann. Ich hatte noch eine dritte Wohnung bei einer deutschen Remax Maklerin in Kapstadt an der Waterfront gekauft, und zwar bei Petra Hahn, in The Water Club. Sie wohnte in der gleichen Anlage, mit dem damals einzigen Jachthafen und war wirklich sehr zuverlässig. Ich hätte ihr alle drei Wohnungen zur Vermietung geben sollen, aber im Nachhinein ist man immer schlauer. Der Stress mit der Vermietung durch Frau Gerlinde Moser war so extrem, dazu hatte ich zur gleichen Zeit auch noch Probleme mit meiner Villa in Gemmerich, sodass ich entnervt alle drei Wohnungen in Kapstadt nach nur einem Jahr mit Verlust verkauft habe. Ein Jahr später hatten sich die Preise fast verdoppelt. Ich war beim Kauf ja noch davon ausgegangen, dass wir selber auch von Deutschland nach Kapstadt ziehen. Meinem damals 12-jährigen Sohn gefiel die Deutsche Schule in Kapstadt gut, aber meine Ex Frau konnte sich nur für das Wetter begeistern. Links fahren, hohe Kriminalität und so viel Afrikaner, das war ihr zu viel. Ich habe und hätte mich dort sehr wohlgefühlt. Aber was soll man machen, wenn die Familie nicht mitspielt.


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© Jürgen Peters

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